Fallstudie Lenze

Mit TGW zur Logistikdrehscheibe Europas

Fallstudie Lenze

    Eine Logistikdrehscheibe für Mittel- und Südost-Europa – das war das erklärte Ziel von Lenze. Deshalb investierte Lenze in ein neues, hochmodernes Lager- und Kommissioniersystem für state-of-the-art Logistik, um für perfekte Kundenversorgung zu garantieren. Basierend auf einer langjährigen Partnerschaft realisierte TGW das Herzstück der Lenze-Logistik in Asten.

     

    Ziele und Anforderungen: 

     

    • Neue Logistikdrehscheibe für Mittel- und Südosteuropa: 80 Prozent der Kunden liegen innerhalb von 600 Kilometern 
    • Vollautomatisiertes Hochregallager mit Kleinteilelager für 9.000 Paletten- und 18.000 Behälterstellplätzen
    • Rasche Kommissioniervorgänge für Waren auf Paletten und in Behältern
    • Skalierbares Softwaresystem mit einfacher Bedienung und hoher IT-Sicherheit
    • Energiemanagement mit den hauseigenen Lenze-Antrieben

    Kundenvorteile: 

     

    • Senkung der Betriebskosten um 20 % durch Energiemanagement mit eigenen Lenze-Antrieben
    • Verfügbarkeit und Flexibilität maximiert
    • Durchlaufzeiten massiv reduziert: in 48 Stunden erreichen die Waren die Kunden
    • Ergonomische Pick&Pack-Arbeitsplätze: Direkte Kommissionierung in Karton oder auf Palette ohne Zwischenschritt
    • Mehrfachtiefe Lagerung sorgt für die optimale Nutzung des vorhandenen Platzes
    • Sauerstoffreduktion im Lager: deutlich geringere Investitionskosten bei gleichzeitiger Minimierung des Brandrisikos
    • 27.000 Paketsendungen und 18.000 Palettensendungen pro Jahr 

    Lösung

    Für die Steigerung der Produktivität und die Gewährleistung der Kundenversorgung wurden in der neuen Lenze-Logistikdrehscheibe in Asten mehrere Produktionsstandorte zusammengelegt. Für den Neubau in Asten wurde TGW als Generalunternehmer für die gesamte Logistiklösung beauftragt. 

    Umfangreiche Softwarelösung für Energiemanagement

    das System bei Lenze wird durch die TGW CI_LOG Supply Chain Management Software überwacht und gesteuert. Sowohl das Lagerverwaltungssystem als auch der Materialflussrechner und das Steuerungssystem Commander kommen von TGW. Alle diese Komponenten werden mit dem CI_LOG Interface zum Host-System SAP angebunden. 

    Das TGW Steuerungssystem Commander sorgt für entsprechendes Energiemanagement bei Lenze, welches durch einen automatischen Standby-Modus in der Fördertechnik umgesetzt wurde. Sobald keine Behälterbewegungen angefordert werden, geht das System in den Standby-Modus. Ebenfalls wurden in allen Regalbediengeräten Rückspeisungsmodule installiert: Bremsenergie wird sofort in Energie für die Hubachse umgewandelt. Diese Maßnahmen führen zu einer Senkung der Betriebskosten um bis zu 20 Prozent. 

    Kleinteile- und Hochregallager von TGW

    TGW realisierte ein 20 Meter hohes, vollautomatisiertes Hochregallager mit integriertem Kleinteilelager für bis zu 9.000 Paletten- und bis zu 18.000 Behälterstellplätzen, wo insgesamt mehr als 20.000 unterschiedliche Artikel verfügbar sind. Der Vorteil für Lenze und seine Kunden liegt auf der Hand: bessere Verfügbarkeiten, höhere Flexibilität und kürzere Durchlaufzeiten. Das automatische Kleinteilelager (AKL) schafft bis zu 260 Ein- und Auslagerungen pro Stunde. Als Regalbediengeräte kommen TGW Magitos mit dem Lastaufnahmemittel Kombiteleskop zum Einsatz. 

    Zum automatischen Kleinteilelager kommen vier ergonomische Kommissionierarbeitsplätze mit Pick&Pack hinzu. Diese Arbeitsplätze ermöglichen dem Kommissioniermitarbeiter direkt in die Kartons zu kommissionieren – und das ohne Zwischenschritt. Vier weitere Kommissionierarbeitsplätze sind an das Palettenlager angeschlossen. Das manuelle Handling von Paletten gehört der Vergangenheit an. Die Ware wird automatisch zum Kommissionierer befördert, der sie direkt auf die Paletten kommissionieren kann.

    Die Kleinteilekommissionierung wird mit der Palettenkommissionierung über einen Sequenzierpuffer verbunden. Durch diesen Puffer ist es möglich, die beiden Systeme völlig unabhängig voneinander und entkoppelt zu bedienen. Die bereits vorkommissionierten Behälter aus dem AKL werden dem Palettenkommissionierplatz sequenzgerecht zugeführt und dort zu einer Sendung zusammengefasst und verpackt. 

    Sauerstoffreduktion zur Brandvermeidung

    Das Thema Brandschutz stellte die Teams vor eine große Herausforderung. Lenze entschied sich für die Variante der Brandvermeidung, bei der durch eine Sauerstoffreduktion im Lager das Brandrisiko im Voraus massiv eingeschränkt werden kann. Die Alternative in Form einer Sprinkleranlage als Brandschutzmaßnahme wurde aufgrund der höheren Investitionskosten und der Methode als Brandschutzmaßnahme ausgeschlossen. Die höheren Betriebskosten der Sauerstoffreduktion werden durch die wesentlich geringeren Investitionskosten und den Präventionscharakter mehr als ausgeglichen.

    Lenze und TGW sind stolz auf die zukunftsweisende Zusammenarbeit, bei der Technologien aus beiden Häusern kombiniert werden sowie auf die gemeinsam geschaffene Intralogistikanlage mit 98 Prozent Anlagenverfügbarkeit. So wurde das Ziel, den Servicegrad für die Lenze-Kunden zu optimieren durch die neue Logistikdrehscheibe in Asten erreicht. 

     

     

     

    MARCO GATTRINGER-EBNER
    GESCHÄFTSFÜHRER DER LENZE OPERATIONS AUSTRIA GMBH

    "Wir haben jetzt viel mehr Fläche – zur bestehenden 4.800 Quadratmeter großen Montagehalle kamen das Hochregallager mit 1.650 Quadratmetern und die neue Halle mit 3.000 Quadratmetern hinzu –der Materialverkehr in der Halle wurde vereinfacht."