Fallbeispiel Umbreit - Buch & Verlagswesen - Branchen - TGW Logistics Group
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Fallbeispiel Umbreit

Lagerung von über 330.000 Buchtiteln mit Bücherlieferung über Nacht

Fallbeispiel Umbreit

    DIENSTLEISTUNG FÜR DEN BUCHHANDEL

    UMBREIT ist einer der größten Barsortimenter in Deutschland. Das Barsortiment ist die Schnittstelle zwischen Verlag und Buchhandlung. Es stellt ein Hintergrundlager dar, von dem aus mehr als 3.000 Kunden im gesamten Bundesgebiet und in Luxemburg beliefert werden.

    Die Firma G. Umbreit mit Sitz in Bietigheim-Bissingen bedient darüber hinaus folgende Geschäftsfelder: Presse-Grosso, Bücherwagendienst und Verlagsauslieferung. Somit bietet das Unternehmen seinen Kunden die Möglichkeit, alles aus einer Hand zu beziehen. Die Schwierigkeit dabei ist, Zuverlässigkeit, Innovation, Schnelligkeit und Pünktlichkeit miteinander zu vereinen.

    Um diesen Anforderungen auch künftig gerecht zu werden, entschied sich UMBREIT die mittlerweile in die Jahre gekommene Kommissionierförderanlage zu erweitern, zu modernisieren, zu optimieren und umzubauen.

    ANFORDERUNGEN & VORAUSSETZUNGEN

    • Lagerung von über 330.000 Buchtiteln
    • wachsendes Sortiment
    • Bücherlieferung über Nacht
    • Integration der alten, noch funktionsfähigen Anlage in das neue Logistiksystem
    • wesentliche Steigerung der Durchsatzleistung

    LÖSUNG

    Im Wareneingang werden die von den Verlagen gelieferten Bücher ausgepackt und ohne Ladungsträger auf ein Gurtförderband gegeben. Größere Mengen werden in Behältern mittels einer unterhalb des Gurtförderers befindlichen Rollenförderstrecke transportiert. Zu beiden Seiten der Fördertechnik befinden sich jeweils sechs rechnergestützte Wareneingangsplätze. Sind die Zugänge verbucht, wird ein Barcodeetikett ausgedruckt und auf den Buchstapel geklebt. Dieses maschinenlesbare Label enthält den Barcode für den Kommissionierbereich und die Koordinaten des Lagerfachs, in dem die Bücher eingelagert werden. Jedes Label enthält außerdem den Namen des Autors und den Buchtitel. So bekommt die Technik ihren Barcode und die Menschen die Chance, einen Fehler sofort zu erkennen.

    Das Wareneingangsstichband mündet rechtwinklig in einen langgestreckten Loop. An den Verteil-Loop schließt ein Behälterbahnhof, in dem für jeden Kommissionierbereich ein „Omnibus“ parkt, der den Zielcode seines Kommissionierbereiches in Form eines Barcodes trägt. Die angekommenen Bücherstapel werden auf die zugehörigen Transportbehälter verteilt. Volle Behälter kommen auf die Abzugsrollenbahn und werden über die vielfältig verzweigte Fördertechnik in den richtigen Kommissionierbahnhof gebracht. Die KommissioniererInnen nehmen die WE-Behälter von der Staurollenbahn und lagern die Bücher ein. Anschließend rollen die leeren WE-Behälter automatisch zurück in den Wareneingang.

    Die Kommissionieraufträge werden vom Leitstand aus gestartet. Der Dispatcher scannt einen Auftrag ein, der aus Adressblatt, Pickliste, Lieferschein und einem Etikettenbogen mit Titelbarcodes besteht und legt den Auftrag in den Behälter. Ab jetzt hat der Materialflussrechner das Sagen. Er stellt den Behälter dem ersten, am Auftrag beteiligten Kommissionierbahnhof zu. Barcodescanner an allen Verzweigungen lesen den Behältercode und fragen über den sehr schnellen Interbus beim Materialflussrechner nach, in welche Richtung der Behälter weitergeleitet werden soll. Daraufhin veranlasst der Materialflussrechner über die untergelagerte  S7-Steuerung die entsprechende Weichenstellung.

    Die 20 bestehenden Kommissionierbahnhöfe im Altbau wurden um 12 Pickbereiche im Neubau erweitert. Da sich die Kommissionierbahnhöfe auf zwei Etagen befinden, hat TGW im Neubau zwei Z-Förderer installiert. Vom Materialflussrechner gesteuert werden die Behälter über die Fördertechnik den anzulaufenden Kommissionierbahnhöfen wegoptimiert zugeführt. KommissioniererInnen befüllen die Behälter laut Pickliste und übergeben sie wieder an die Fördertechnik.

    Nach einer Kontrollwägung gelangen die Behälter in den Versand oder bei Abweichungen zwischen dem Ist- und dem Soll-Gewicht in den Kontrollbereich. Fehlt ein Buch, werden dem Materialflussrechner die Behälter-ID und der Zielbahnhof, wo der Fehler zu korrigieren ist, mitgeteilt und die Wanne wird dorthin zurückgeleitet.

    In einem weiteren Schritt wurde die Packerei mit einer neuen Zuführung versehen und um eine Packlinie erweitert. Somit konnte die Durchsatzleistung in der gesamten Anlage um 30 % gesteigert werden.

    EINGESETZTE TGW TECHNIK

    Eine besondere Herausforderung stellt die Beförderung der Bücher vom Wareneingangs-Stichband auf einen im rechten Winkel anschließenden Loop dar. Die Problematik ergab sich aus umkippenden Buchstapeln beim zackigen „Rechts-um“, zumal manche Bücher kleinformatig sind. Mit einem eigens im TGW-Werk in Wels (Österreich) aufgebauten Versuchsstand konnte die vertretbare Geschwindigkeit dieser Übergabe von einem Band auf das andere ermittelt und eine praxistaugliche Lösung gefunden werden.

    Zur Verbindung der beiden Kommissionier-ebenen im Neubau werden TGW Z-Förderer eingesetzt. Dabei handelt es sich um kontinuierlich laufende Etagenförderer, bei denen die Behälter mit Hilfe eines Tragrostes in eine andere Etage befördert werden. Wird der Förderer länger als dreißig Sekunden nicht mit einem Behälter bestückt, schaltet er in einen Ruhemodus, um wieder anzulaufen, sobald eine Wanne eine Lichtschranke durchläuft. Rückensteife Ketten mit Tragrohren bilden die Tragroste, die an Präzisionsrollenketten befestigt wieder an den Ausgangspunkt zurückkommen.

    Während in den alten Kommissionierbahnhöfen die Behälter noch von Kettenausschleusern recht unsanft auf die dortige Pufferstrecke „gerupft“ werden, schleusen TGW-Pop-Up-Transferelemente die Behälter in den neugeschaffenen Kommissionierbereichen ausgesprochen sanft aus. 20 Behälter haben auf der Staurollenbahn jedes Kommissionierbereichs Platz und die KommissioniererInnen suchen sich den jeweils nächsten Auftrag streng nach den Prioritäten aus, die am Leitstand in Form von an den Behältern angebrachten farbigen Kärtchen festgelegt wurden. Somit werden alle Aufträge für Ferntouren vor denen für Nahtouren fertiggestellt.

    Nähere Informationen zum Unternehmen erhalten Sie auf der Umbreit-Website unter www.umbreit.de.

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    Bis 2018 wird ein neues Bürogebäude inklusive Fertigungshalle errichtet.">08.09.2015
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